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2020 für Jugendliche

Ein Schirmprojekt mit Elementen aus unterschiedlichen Kunstgattungen bereitet Jugendliche auf die 100 Jahre Grenzziehung von 1920 vor.

Das Jugendprojekt besteht aus einer Reihe von Teilprojekten, die alle die demokratische Grenzziehung von 1920 thematisieren und die TeilnehmerInnen für Demokratie und Mitbestimmung sensibilisieren sollen. In diesem Rahmen ist geplant, Workshops für Jugendlichen innerhalb der Sparten Musik, Tanz, bildende Kunst und Film durchzuführen. Die Workshops der einzelnen Sparten werden ausführlicher unter Aktivitäten beschrieben. Das übergeordnete Ziel der Aktivitäten ist es, bei den TeilnehmerInnen ein Interesse für die Grenzziehung von 1920 zu schaffen und zur Reflektion über die Bedeutung von Grenzen im Allgemeinen anzuregen. 

Kooperationen und Synergien unter den einzelnen Workshops werden angestrebt. Als Abschluss des Projekts ist 2020 ein Workshop-Festival vorgesehen, an dem die Ergebnisse der Aktivitäten einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Als Zielgruppe werden in den meisten Workshops Jugendliche 15-25 Jahren angestrebt, wobei dies keine absolute Altersgrenze sein soll. Einige Angebote richten sich an Schulklassen, andere an Freizeitgruppen und/oder Einzelpersonen. So soll eine möglichst breite Zielgruppe erreicht werden.

 

Projektorganisation

Das Jugendprojekt wird vom Kulturvereinbarungssekretariat verwaltet und koordiniert. Dies soll u.a. Synergien zwischen den einzelnen Aktivitäten sowie die deutsch-dänische Perspektive sicherstellen. Das Sekretariat unterstützt auch bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die Kulturschaffenden tragen mit ihren Netzwerken bei der Rekrutierung der Teilnehmer/innen bei und kooperieren mit anderen Maßnahmen.

 

Kooperationspartner

Int. Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg, Tønder Festival, skandaløs Festival, Stela Korljan, Dany Heck, CFU, ArtWeek, die Jugend- und Kulturverwaltungen der Partner der Region Sønderjylland-Schleswig.

 

Aktivitäten

Filmprojekt/-workshops

Im Teilprojekt „Film“ des Jugendprojekts sollen die Teilnehmer sich über die Herstellung von Kurzfilmen mit der Geschichte unserer Region und insbesondere der Grenzziehung beschäftigen.

Eine Anzahl Filmgruppen (Jugendliche 13-27 Jahre, deutsche, dänische, gemischte, aus Schulen oder Freizeiteinrichtungen) erhält ein signifikantes Thema, zu dem sie einen Film dreht, der die Geschichte der Grenzregion thematisiert. Auf welche Art die Geschichte filmisch verarbeitet wird, ist der jeweiligen Gruppe  überlassen, jedes Genre ist möglich (Spielfilm, Reportage, Experimentalfilm…) Vorgegeben ist, dass die Filme nicht länger als 5 Minuten sein dürfen, dänische Filme deutsch untertitelt sind und umgekehrt. Ein vorproduziertes Intro und Abspann und festgelegte Spezifikationen sorgen für einen einheitlichen Look/Ausdruck. Bei einem kleinen Festival werden jährlich die besten Umsetzungen ausgezeichnet.  

JugendKunstLabor

Erfahrungen zeigen, dass interaktive Kunstprojekte viele Menschen einbinden, sowie grenzenlose und positive Erfahrungen ermöglichen, die zum Denken und Reflektieren anregen und lange nachwirken. Diese Erfahrungen sollen im Jugendprojekt im Teilprojekt „Kunst“ in Bezug auf die Grenzziehung angewendet werden und so zu einer Reflektion über diese bei den Teilnehmenden und beim Publikum anregen.

Die Aktivitäten des JugendKunstLabors wurde von einer Gruppe von acht Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 18 Jahren unter der Leitung von Dany Heck entwickelt. 

Projektphasen:

Für den Sommer 2018 werden am Tønder Festival „Lebendige Skulpturen“ aus alten Schullandkarten präsentiert. Eine Schneiderin wird bei der Herstellung helfen, und eine Theaterfrau und Ausdruckstänzerin wird den TeilnehmerInnen zur Seite stehen, um den richtigen Ausdruck für den Auftritt zu finden. Die TeilnehmerInnen werden sich unter die Leute mischen und mit einer Performance Grenzen erproben und das Publikum involvieren. Es soll somit ein künstlerisches Angebot entstehen, sich auf dieser übergeordneten Ebene und spielerisch mit Grenzen in unterschiedlichen Aspekten auseinanderzusetzen.

Mit einer Fotodokumentation werden die Entstehung der Landkarten-Kostüme und die Performance nachhaltig festgehalten und damit Ausstellungen zu verschiedenen Anlässen ermöglicht. Beispielsweise könnten die Ergebnisse auch in die vom Museumsberg Flensburg geplante Ausstellung „Perspektivwechsel“ einfließen.

Für 2019 und 2020 werden ähnliche, aber neue Aktionen zu anderen Aspekten des Begriffs Grenze zusammen mit der wachsenden TeilnehmerInnen-Gruppe entwickelt.

Tanz

Beim Teilprojekt „Tanz“ des Jugendprojekts beschäftigen sich deutsche und dänische SchülerInnen über die Entwicklung dreier Tanzperformances mit dem historischen Hintergrund der Volkabstimmung und Grenzziehung von 1920.

Künstlerisch wird das Teilprojekt von NoBordersCompany durchgeführt, ein ständig wechselndes Ensemble unter der Leitung von Stela Korljan. Die Ambition ist außerdem, vor dem historischen Hintergrund der Volksabstimmung und Grenzziehung von 1920 in einen Dialog mit anderen europäischen Grenzregionen zu treten, um aus gemeinsamen Erfahrungen zu lernen. 

Phase 1 – 2018

Thematisierung der Geschichte der Grenzziehung durch die Kulturvermittler und Lehrer in verschiedenen Workshops an Schulen  beidseitig der Grenze, Erarbeitung einer Tanztheater Performance „Ohne Grenzen“ mit (Schul-)Aufführungen auf beiden Seiten der Grenze.

Phase 2 – 2019-2020

Komposition eines Musik Auftragswerkes zum Thema durch Richard Wester. Weitere Workshops an Schulen beidseitig der Grenze mit Thema „Eine Welt“ und Erarbeitung einer Tanztheater Performance mit Proben und Aufführungen auf beiden Seiten der Grenze. Thema: Die kulturelle Vielfalt der Region zum Anfassen.

Teilnehmende: Kinder und Jugendliche der Region, Chöre und Musiker der Region und Gastsolisten DE/DK sowie der NBOrchestra-Kroatien, professionelle Künstler der Region.

Politische Bildung

Im Teilprojekt „Politische Bildung“ soll ein Konzept für Projekttage mit dem Thema Grenzziehung 1920 an Schulen entwickelt werden. Inhalt der Projekttage sind die Abstimmungen im Jahr 1920, welche Entwicklungen ihr voran gingen und welche Entwicklungen sie nach sich zog. Die Materialien nehmen Bezug auf dänische und deutsche Quellen und versuchen, Sichtweisen von beiden Seiten der Grenze einzubeziehen. Die Materialien werden in deutscher und in dänischer Sprache  zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, den Projekttag bis im Jahr 2020 40-mal an deutschen und dänischen Schulen durchzuführen. Weiterhin sind Fortbildungen für Lehrkräfte geplant, die dann wiederum die Projekttage selbst an ihren Schulen durchführen. 

Musik und Festivals

Über das Teilprojekt „Musik und Festivals“ soll sowohl die gegenwärtige Verständigung zwischen deutschen und dänischen Jugendlichen 100 Jahre nach der Grenzziehung 1920 gefördert, als auch die Aktivitäten des Jugendprojektes für ein breites Publikum präsentiert und beim Tønder Festival 2020 in einem fulminanten Abschluss zusammengeführt werden.

In Kooperation zwischen Tønder Festival und skandaløs Festival werden Jugendliche als Botschafter und ehrenamtliche Festivalmithelfer gefördert. 2018 werden die Leuchtturmaktivitäten von Tønder Kommune (Talentworkshop Youngmade und Botschafter-Workshop) weitergeführt und noch stärker auf deutscher Seite verankert.

2019 findet das skandaløs festival unter dem Thema „Stadt-Land-Fluss“ regulär statt. Das Festival wird alle zwei Jahre durchgeführt. Es wird ein Austauschprogramm für die ehrenamtlichen Jugendlichen der beiden Festivals angestrebt. Außerdem wären Kooperationsaktivitäten an ausgelagerten Orten (Neukirchen und Noldemuseum) denkbar.

2020 werden die Workshops/Teilprojekte beim Tønder Festival an einem Kultur-/Workshopfestival für Jugendliche zusammengebracht und präsentiert. Das Festival ist am Mittwoch vor dem Tønder Festival auf der großen Bühne und in umgebenden Zelten des frei zugänglichen OpenAir-Geländes geplant.

Dabei spielen sowohl die Botschafter eine tragende Rolle bei der Vermittlung der Aktivitäten gegenüber Gleichaltrigen als auch die einzelnen WorkshopteilnehmerInnen mit Darbietungen, Vernetzung und Diskussionen. Die Jugendlichen präsentieren ihre Arbeiten und thematischen Auseinandersetzungen für jung und alt, und laden die Besucher zum Mitgestalten innerhalb der jeweiligen Kunstgattungen ein. Auf diese Weise kommen die einzelnen Elemente des Jugendprojekts 2020 gemeinsam vor einem zahlreichen Publikum zur Geltung.

 

Finanzrahmen

Für die Aktivitäten des Jugendprojekt soll ein Gesamtrahmen von 1.800.000 DKK / ~241.600 Euro bereitgestellt werden.

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