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Foto: Tim Riediger

WASTE FOR LIFE - Havfald

Das aus Plastikmüll entstandende Kunstwerk an der alten Schleuse in Højer (Slusevej, 6280 Højer) kann noch bis zum 19. november besichtigt werden.

Hintergrund:

Schüler der Højer Efterskole (DK) und der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll (D) trafen sich am Dienstag den 8. Mai um Meeresmüll entlang der Wattenmeerküste nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze zu sammeln. Das Projekt ist Teil eines grenzüberschreitenden Projektes aber gleichzeitig auch ein Glied einer globalen Kette von Projekten, die alle für eine saubere Meeresumwelt kämpfen.

Viele glauben, dass die Verunreinigung der Meere etwas ist, das weit weg von uns in den Weltmeeren stattfindet. Aber auch dänische und deutsche Meeresgewässer werden verunreinigt.

“Wir müssen uns Mühe geben, unsere Meere besser zu beschützen - besonders unser empfindliches Wattenmeer. Das Projekt ist eine klare Möglichkeit, dass wir unserer Jugend beibringen können, welche Bedeutung es hat auf unser Ökosystem zu achten - und das ist ein wichtiger Teil unserer Aufgabe als Schule”, sagt Mads Hedegaard Hansen, Rek- tor der Højer Efterskole.

Plastic fantastic?

Zirka 6,4 Millionen Tonnen Abfall werden jährlich in die Weltmeere geschüttet. Nach Aussagen der internationalen Milieuorganisation KIMO werden jährlich 20.000 Tonnen allein in der Nordsee versenkt. Es wird geschätzt, dass 75% der Abfälle im Meer aus Plastik besteht. Dieser Kunststoff kann wegen seiner langen Zersetzungszeit mehr als 100 Jahre im Meer liegen.

Wenn Plastik in unseren Meeren landet, ist das für die Meerestiere lebensgefährlich und umweltschädlich. Wenn wir lernen können unsere Plastikprodukte wiederzuverwenden/recyckeln, können diese Plastikreste zu einer wertvollen Ressource werden - von der man wieder Möbel, Bekleidung, Baumaterial und andere neue Produkte produzieren kann. Es werden ständig neue Technologien entwickelt um Plastikabfall zu verwerten.

Die dänischen Meeresmüll-Helden

Nach der Einsammlung von Meeresmüll sind alle Teilnehmer an ein gemeinsames Essen in der Højer Efterskole einge- laden. Hier wird auch Peter Michelsen von “Ren strand Fanø” einen Vortrag halten. Er ist einen Schritt weitergegangen als nur Meeresmüll einzusammeln, er deckt die Eigentümer des Meeresabfalles auf, davon wird er mehr berichten.

Ausserdem wird Anne Husum Marboe, Nationalpark Vadehavet, über die Einwirkung des Meeresmülls auf dem Wattenmeer erzählen.

Der Hintergrund des Projektes

Die Küste Dänemarks ist ca. 8700 Km lang, Deutschland hat Küste an der Nordsee und an der Ostsee. In sowohl Kreis Nordfriesland als auch in der Tønder Kommune sind Wattenmeerküste, die Nationalpark und Teil der UNESCO Welterbe sind. Diese Tatsache bedeutet eine besondere Verantwortung betreffs Aufklärung und Einsatz, die darauf Aufmer- ksamkeit und Verständnis für die Fragen in Bezug auf Meeresabfall in unseren Meeren schaffen. Deshalb hat eine grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Tønder Kommune und Kreis Nordfriesland, die sich schwerpunktmässig mit den Problemen im Wattenmeer beschäftigt, Relevanz.

Fakten des Projektes

Zweck des deutsch-dänisches Projektes “Havfald - Waste for Life” ist es Diskussion und Aufmerksamkeit anzuregen, wie gross das Abfall-Problem in unseren Meeren ist. Das Projekt fokussiert auf die lokale Probleme im Hinblick auf das Wattenmeer, das besonders empfindlich ist, da es die Speisekammer für eine sehr grosse Anzahl von Vögeln, Mee- restieren und Fischen ausmacht. Deshalb wird die Einsammlung von Meeresmüll an beiden Seiten der Grenze durchgeführt.

Ausserdem benutz das Projekt die Stärke der Kunst um aufmerksam auf den Umfang der Problematik des Meersab- falles zu machen, indem deutsche und dänische Künstler zusammenarbeiten, eine Kunstinstallation zu schaffen. Die Installation wird später in der Nähe des Wattenmeeres aufgestellt. Kunst kann oft eine Botschaft vermitteln, die direkt auf eine Problematik aufmerksam machen kann und Menschen anspornt zu handeln.

Aktivitäten des Projektes

•          Eröffnung eines Infozelts am A. R. Kjærbysvej 8, DK - 6280 Højer, 9. Mai 2018

•          Ausarbeitung einer Kunstinstallation von deutschen und dänischen Künstlern, Mai bis September 2018

•          Vernissage des Kunstprojektes, Oktober 2018

Zusammenarbeitspartner

Das Projekt ist ein dänisch-deutsches Kulturprojekt, das gefördert und unterstützt wird vom Kultur-Freizeit Ausschuss in Tønder und dem Kreis Nordfriesland sowie von Interreg/KursKultur.

IDEE- UND PROJEKTENTWICKLUNG:

Fritz Sönnichsen, Auftragnehmer und Künstler Jes Vagnby, Architekt und Künstler

KONTAKT:

Fritz Sönnichsen

Mail: hanneihojer(at)gmail.com Telefon: +45-23252801

 

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