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Hamburger Fußball im Nationalsozialismus

Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus lädt der Kreis Nordfriesland ein zur Eröffnung der Ausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus - Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte“

Ausstellungseröffnung am 27. Januar 2018

Kreistagssitzungssaal, Kreishaus in Husum, Marktstr. 6

17.00 Uhr Andacht mit Bischöfin i.R. Maria Jepsen
17.30 Uhr Ausstellungseröffnung
Begrüßung durch Dieter Harrsen, Landrat des Kreises Nordfriesland
Einführung in die Ausstellung durch Paula Scholz, Initiatorin und freie Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Musikalische Umrahmung:
Posaunenchor Husum
Friedemann Magaard, Violoncello

Zum Thema der Ausstellung:

In Deutschland war nach dem 30. Januar 1933 ein selbstbestimmtes Leben und Handeln nicht mehr möglich. Die rassistische und aggressiv nationalistische Ideologie der NSDAP durchdrang alle Lebensbereiche, die sämtlich „nazifiziert“ wurden. Dies galt auch für die Sportvereine. Die vielfältige, „bunte“ Sportbewegung der Weimarer Republik – und mit ihr der Fußballsport – wurde „gleichgeschaltet“: Linientreue Vereinsführer ersetzten die bisherigen Vorsitzenden, Vereinsmitglieder wurden aus rassistischen und politischen Gründen ausgegrenzt und ausgeschlossen und militärischer Drill, sogenannter „Wehrsport“, eingeführt.

Zu den sportpolitischen Maßnahmen der Nationalsozialisten gehörten auch das Verbot und die Verfolgung der traditionsreichen Arbeitersportbewegung. Sportlerinnen und Sportler, die sich den „neuen Verhältnissen“ nicht anpassten oder als „rassisch minderwertig“ galten, wurden in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und ermordet.

Vor allem an Beispielen aus dem Hamburger Fußballsport werden in dieser Ausstellung die Sportpolitik der NSDAP, Maßregelungen von Sportlerinnen und Sportlern, Verbote und Verfolgungen dokumentiert. Ergänzend wird auch ein Blick auf die Neuorganisation des Sports nach Kriegsende sowie auf die – späte – Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus geworfen.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 28.01.- 23.02.2018 zu den Öffnungszeiten des Kreishauses: Mo. bis Do. 8.00 – 16.00 Uhr und Fr. 8.00 – 12.00 Uhr

Eine Besichtigung durch Schulklassen ist innerhalb der Öffnungszeiten ohne Anmeldung 

möglich.

Weitere Informationen unter www.nordfriesland.de/holocaust-gedenktag

Weitere Veranstaltungen anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus im Kreisgebiet:

Ladelund
27.01.2018 •  Gedenkstätte
16.00 Uhr Gedenken
im Anschluss
Vortrag: „Reichsbürger“, Andreas Speit (Journalist und Buchautor)

Schwesing
So. 28.01.2018: ev. luth. Kirche zu Schwesing
10.00 Uhr: Gottesdienst mit Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus,
Vikarin Sabrina Biehl

Friedrichstadt
27.01.2018
15.00 Uhr: Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof Treenefeld
19:30 Uhr: Filmvorführung „Nebel im August“ in der Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge

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