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1. Talententwicklung und Begabtenförderung

Die Möglichkeiten für die Menschen in der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig ihre künstlerischen Talente zu entwickeln, sollen gefördert werden. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Kinder und Jugendliche gerichtet werden.

Die Kulturregion Sønderjylland-Schleswig steht vor der Herausforderung, dass viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger und insbesondere gut ausgebildete Menschen die zu großen Teilen ländlich geprägte Region verlassen.

Gute Rahmenbedingungen für Talententwicklung sollen dazu beitragen, die Bindung der Menschen an die Region zu festigen. Eine Vernetzung der Angebote zur Talententwicklung in der Kulturregion bietet ökonomische und fachliche Vorteile. Die Abstände zu den Metropolen Århus, Kopenhagen, Kiel und Hamburg lassen die Nutzung von Angeboten in der Nähe attraktiver erscheinen. Weiterhin gilt es, Kultur- und Sprachunterschiede zu respektieren, zu verstehen und diese als attraktive Ressource zu sehen.

Viele künstlerische Sparten leiden unter einer fehlenden Anerkennung bzw. schwierigen Berufsperspektive. Die Begegnungen von Kindern und Jugendlichen mit Kunst und Kultur auf hohem Niveau sollen diese bereichern und ihr Interesse an Kultur fördern.

Ziele:

  • Die Talententwicklung soll dazu beitragen, dass die kulturelle Besonderheit der Region gestärkt und ein Verständnis für die Wechselwirkung zwischen regionalen, nationalen und internationalen kulturellen Strömungen entwickelt wird.
  • Künstlerische Talente sollen erkannt werden und bessere Möglichkeiten angeboten werden, sich in Interessengemeinschaften über die Grenze hinweg zu entwickeln.
  • Bereits vorhandene und neue Angebote zur Talententwicklung werden weiter vernetzt, damit das gesamte Angebot der Kulturregion besser genutzt wird und Netzwerke gebildet/gestärkt werden.
  • Eine größere Anzahl von Kindern und Jugendlichen erlebt Kunst und Kultur auf hohem Niveau und erhält damit Einblick in die hohe Qualität des künstlerischen Schaffens.
  • Künstlerischen Talenten soll es ermöglicht werden, sich zu präsentieren. Start-Up-Szenen sollen entwickelt werden.

2. Kultur grenzenlos

Das Handlungsfeld soll Interesse und Respekt für die kulturelle Vielfalt der Region und neue transkulturelle Netzwerke fördern.

In der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig wird die kulturelle Vielfalt als eine Stärke angesehen, aber die wenigsten sind sich der vielfältigen Angebote bewusst. 

Etwa 140 verschiedene Nationalitäten leben in dieser Region, u.a. viele internationale Studierende und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in großen Betrieben. Unter den Menschen ohne deutschen oder dänischen Hintergrund sind auch viele Einwanderinnen und Einwanderer sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber, viele davon kommen aus nicht-westlichen Ländern. Die Begegnung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen soll Berührungsängste abbauen und mehr gemeinsame Kulturerlebnisse ermöglichen.

Leicht verständliche Lernmaterialien für die unterschiedlichen Zielgruppen sind für den Dialog über die Bedeutung der Grenze früher und heute erforderlich.

Das Handlungsfeld legt nahe, Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Dänemark und Schleswig-Holstein miteinzubeziehen.

Die Kulturvereinbarung soll dazu beitragen, dass Begriffe wie „Interkulturalität“ und „Transkulturalität“ auf der kulturpolitischen Agenda der Region erscheinen.

Ziele:

  • Kunst und Kultur sollen als gemeinsame Plattform für alle Menschen unabhängig vom kulturellen und sozialen Hintergrund, Alter sowie Ausbildungsstand
  • dienen, so dass sich Menschen begegnen, Erfahrungen austauschen, Interessen teilen und Dialoge schaffen können.
  • Vielfalt als Wert an sich soll intern und extern sichtbar gemacht werden und als Bereicherung für die Gesellschaft verstanden werden.
  • Die Aktivitäten sollen deutlich machen, wie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen im Laufe der Zeit zur kulturellen Entwicklung des Gebiets beigetragen haben.
  • Die Kulturvereinbarung soll dazu beitragen, dass neue Nutzergruppen für die regionalen Kulturangebote erschlossen werden, so dass die Kulturnutzerinnen und Kulturnutzer die Vielfalt der Region widerspiegeln.
  • Einleitung eines Dialogs über die gegenwärtige Bedeutung von Grenzen.
  • Die Entwicklung des deutsch-dänischen Grenzlandes soll in einen kulturpolitischen Zusammenhang gesetzt werden.

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